Das Belastungs-EKG (Ergometrie) wird bei uns auf einer Stressecho-Liege (Liege-Ergometer) in halbliegender Position durchgeführt. In einem typischen Untersuchungsprotokoll wird dabei stufenweise die Belastung so weit erhöht („einen Gang höher geschaltet“), bis Sie subjektiv erschöpft sind. Dabei registrieren wir durchgehend Ihr EKG, den Blutdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut. Daraus ergeben sich Informationen über ihre allgemeine körperliche Belastbarkeit und über das Herz-Kreislauf-Verhalten (Puls, Blutdruck, Herzrhythmusstörungen) unter Belastung. Zudem wird geklärt, ob Durchblutungsstörungen am Herzen vermutet werden können (Brustkorbenge/Angina pectoris unter Last, typische EKG-Veränderungen).
Die diagnostische Aussagekraft der Ergometrie hängt allerdings von vielen Faktoren ab und ist meist eingeschränkt. Gerade wenn ein erhöhtes individuelles Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegt, sind Belastungsmethoden in Kombination mit funktioneller Bildgebung (Stress-Echokardiografie, Herzmuskelszintigrafie (Nuklearmedizin), Stress-MRT) überlegen. Auch wenn ergometrische Belastungsverfahren etwa bei Kurzatmigkeit oder orthopädischen Erkrankungen nicht mehr möglich sind, ist bei den Bildgebungsverfahren alternativ eine medikamentöse Belastung möglich. Ergänzend steht in der Diagnostik der koronaren Herzkrankheit seit 2025 die Darstellung der Herzkranzgefäße durch die kontrastmittelverstärkte Computertomografie (Koronar-CT) zur Verfügung. Gerne beraten wir Sie, welches Verfahren für Sie individuell am zweckmäßigsten ist.